Projekt
Das ehemalige Dienstleistungs- und Versorgungszentrums des Ministeriums für Staatssicherheit (MfS), in der internen Gebäudekennzeichnung als Haus 18 bezeichnet, wurde 1979-82 vom VEB Spezialhochbau Berlin, einem juristisch eigenständigen, dem MfS nachgeordneten Betrieb, in der Normannenstraße 19 in Berlin errichtet.
Mit seinem die nordwestliche Ecke des ehemaligen Dienstkomplexes Nordost (DK NO) besetzenden, blockhaft lagernde Baukörper stellt Haus 18 ein wuchtiges, im städtischen Gefüge nicht zu übersehendes Volumen dar und bildet einen markanten Abschluss des von der Frankfurter Allee zur Normannenstraße ansteigenden Areals. Seine straßenseitig bewusst asymmetrisch gestalteten Fassaden inszenieren den Kontrast zwischen geschlossenen, mit Fassadenplatten bekleideten Flächen und den orthogonal gerasterten, großflächig verglasten Bereichen der bronzefarbenen Leichtmetallfassade.
1990 erfolgte die Rechtsübertragung an die Deutsche Reichsbahn/Deutsche Bahn AG, die das Haus anfangs für eigene Veranstaltungen nutzte und ab 2010 temporär für Messen vermiete. Nach Verkauf des Gebäudes im Jahr 2012 wurden dessen Innenraumstrukturen vom 1.-4.Obergeschoss zu großen Teilen entfernt, sodass bauzeitliche Raumausstattungen, Oberflächen und Ausbauelemente vielfach verloren sind.
Die nach der 2022 erfolgten Unterschutzstellung beauftragte bauhistorische Dokumentation erfolgte auf Grundlage einer umfassenden Quellenrecherche und einer detailgenauen Erfassung der erhaltenen historischen Substanz mit Zuordnung zu den wesentlichen denkmalrelevanten Bau- und Nutzungsphasen und stellt damit ein wesentliches Instrument für den künftigen denkmalgerechten Umgang dar.
Leistungen
Bauhistorische Dokumentation, erstellt mit der webbasierten Datenbank prodat.dp: Quellen- und Archivalienrecherche, Bestandserfassung, bauhistorische Dokumentation in Raum- und Fassadenbuch, Fotokatalogen, Bauteilkatalogen, Bauphasenkartierung.

